BAMF-Asylentscheidungen und Asylanträge 2014 bis Oktober 2026 – mit Blick auf Iran (Tabellen und Abbildungen)
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BAMF-Asylentscheidungen und Asylanträge 2014 bis Oktober 2026 – mit Blick auf Iran (Tabellen und Abbildungen)
(BIAJ) Vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wurden von Januar bis Oktober 2026 insgesamt 170.797 Asylanträge entschieden, davon 137.007 Erstanträge (80.582 bzw. 37,0 Prozent weniger als von Januar bis Oktober 2025) und 33.790 Folgeanträge (10.916 bzw. 24,4 Prozent weniger als von Januar bis Oktober 2025).Von den insgesamt 170.797 Asylentscheidungen von Januar bis Oktober 2026 waren 35,6 Prozent (60.872) „positive Entscheidungen“. (Januar bis Oktober 2025: 25,4% der 262.295 Entscheidungen) (Spalten 9 bis 11 in Tabelle 1)
Von den 60.872 „positiven Entscheidungen“ waren 42.864 Anerkennungen der Rechtsstellung als Flüchtling gemäß Artikel 16a Grundgesetz (GG) und § 3 Absatz 1 Asylgesetz (AsylG), 8.374 bzw. 16,3 Prozent weniger als von Januar bis Oktober 2025. Die anderen 18.008 „positiven Entscheidungen“ von Januar bis Oktober 2026 entfielen auf die Gewährung von lediglich „subsidiärem Schutz“ gemäß § 4 Absatz 1 AsylG (3.936) und die Feststellung eines Abschiebungsverbots gemäß § 60 Abs. 5 oder 7 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) (14.072).
46,7 Prozent (79.778) der von Januar bis Oktober 2026 entschiedenen Asylanträge wurden als „unbegründet“ bzw. „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (Januar bis Oktober 2025: 47,6%). 17,7 Prozent (30.147) der Entscheidungen des BAMF von Januar bis Oktober 2026 galten als sonstige Verfahrenserledigungen/formelle Entscheidungen (Januar bis Oktober 2025: 27,0%). (Spalten 9 bis 11 in Tabelle 1) n
Gestellt wurden von Januar bis Oktober 2026 insgesamt 81.776 Asylanträge, davon 61.319 Neuzugänge1 - 35.958 bzw. 37,0 Prozent weniger Asylerstanträge als von Januar bis Oktober 2025 - und 20.457 „nationale Folgeanträge“ (ohne „transnationale Folgeanträge/weitere Angaben“1. (siehe Spalten 7 bis 9 in Tabelle 2, Seite 3)
Von Januar bis Oktober 2026 waren „10.298 der 56.942 Asylerstantragstellenden (18,1%) in Deutschland geborene Kinder im Alter von unter einem Jahr.“ (Januar bis Oktober 2025: 15.175 bzw. 15,6 Prozent der 97.277 Asylerstanträge) n
Die gesamten BIAJ-Materialien vom 08. November 2026 mit Tabellen und drei Abbildungen zur Entwicklung (u.a. der "Gesamtschutzquote" und der "Anerkennungsquote") seit 2014 und aus aktuellem Anlass mit einem Blick auf die BAMF-Entscheidungen über Asylerstanträge von Asylsuchenden mit iranischer Staatsangehörigkeit: Download_BIAJ20261108 (PDF: sechs Seiten – Auszug unten: „Anerkennungsquote" und "Gesamtschutzquote".

Hinweis: Zu den Änderungen der Asylgeschäftsstatistik mit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnungen des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) am 12. Juni 2026 siehe die „FAQ zur neuen Asylgeschäftsstatistik“ (BAMF https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Statistik/Asylgeschaeftsstatistik/faq-asylgeschaeftsstatistik.pdf )
Eingliederungsleistungen der Jobcenter gE: Leichter Anstieg nach Tief im Mai 2026
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(BIAJ) Ein kurzer Blick auf die Entwicklung der aus Mitteln des Bundes finanzierten "Leistungen zur Eingliederung in Arbeit" (EGL - Eingliederungsleistungen) der insgesamt 300 Jobcenter gE ("gemeinsame Einrichtungen" ohne die 104 Jobcenter zkT/"zugelassene kommunale Träger"). Bis Mai 2026 sank die 12-Monatssumme der Eingliederungsleistungen auf das bisherige Tief in Höhe von 2,020 Milliarden Euro (Juni 2025 bis Mai 2026 - siehe BIAJ-Abbildung unten bzw. PDF hier: Download_BIAJ20261107). Bis Oktober 2026 stieg die 12-Monatssumme der Eingliederungsleistungen um 167,2 Millionen Euro (8,3 Prozent) auf 2,187 Milliarden Euro (September 2025 bis Oktober 2026). Zu den einzelnen Leistungen siehe die angefügte BIAJ-Tabelle unten bzw. in der PDF)
Bei einem weiterem Anstieg auf geschätzte Ausgaben in Höhe von etwa 2,3 Milliarden Euro im Haushaltsjahr 2026 würden etwa 1,4 Milliarden Euro der 3,636 Milliarden Euro, die den Jobcentern gE zu Beginn des Haushaltsjahres für Eingliederungsleistungen zugeteilt wurden, nicht für diese Leistungen ausgegeben, sondern zum größten Teil für den Bundesanteil an den "Gesamtverwaltungskosten" der Jobcenter gE, für den 4,061 Milliarden Euro zugeteilt wurden - nach Ist-Ausgaben im Vorjahr (2025) in Höhe von 5,008 Milliarden Euro für den Bundesanteil (84,8 Prozent) an den "Gesamtverwaltungskosten".


Weitere BIAJ-Informationen zum Thema Finanzierung SGB II (Hartz IV – Bürgergeld - Grundsicherungsgeld): hier
BA-Haushalt: Entwicklung des Finanzierungssaldos von 2005 bis Oktober 2026
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(BIAJ) Ein bis Ende Oktober 2026 aktualisierter kurzer Blick auf die Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des Finanzierungssaldos (Einnahmen minus Ausgaben) seit 2005 (siehe BIAJ-Abbildung 1 von 3) - mit einem besonderen Blick auf die Haushaltsjahre 2023 bis 2025 und die ersten zehn Monate 2026 (siehe BIAJ-Abbildungen 2 und 3 von 3). (siehe unten oder Download_BIAJ20261104 – PDF: drei Seiten)
In den letzten 12 Monaten von November 2025 bis Oktober 2026 standen den Einnahmen in Höhe von 48,979 Milliarden Euro - darunter Beiträge zur Arbeitsförderung (Beiträge zur Arbeitslosenversicherung) in Höhe von 40,975 Milliarden Euro - Ausgaben in Höhe von 56,522 Milliarden Euro gegenüber - darunter 29,940 Milliarden Euro für das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld. Aus den Einnahmen und Ausgaben insgesamt ergibt sich für die 12 Monate von November 2025 bis September 2026 ein negativer Finanzierungssaldo in Höhe von 7,543 Milliarden Euro.
Von Januar bis Oktober 2026 – wurden von der Bundesagentur für Arbeit 7,723 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Von Januar bis Oktober des Vorjahres (2025) betrug dieser negative Finanzierungssaldo 4,417 Milliarden Euro – im Haushaltsjahr 2025 dann insgesamt 4,232 Milliarden Euro – weniger als die 4,417 Milliarden Euro in den ersten zehn Monaten, aufgrund überdurchschnittlicher Beitragseinnahmen aus Jahressonderzahlungen zum Jahresende, i.d.R. im November. (siehe BIAJ-Abbildung 2 von 3)
Im Haushalt 2026 der Bundesagentur für Arbeit ist ein negativer Finanzierungssaldo in Höhe von 3,374 Milliarden Euro veranschlagt, der einschließlich von geplanten Zuführungen an die umlagefinanzierten Rücklagen in Höhe von 597 Millionen Euro zu einer erwarteten Finanzierungslücke in Höhe von 3,971 Milliarden Euro führen würde. Im Bundeshaushalt 2026 ist zur Deckung dieser Lücke ein „Überjähriges Darlehen an die Bundesagentur für Arbeit“ veranschlagt. (Haushaltsstelle 1101/656 22 – Soll: 3,971 Milliarden Euro) Die Abrechnungsergebnisse bis Oktoberber 2026 zeigen, dass die Bundesagentur für Arbeit zum Abschluss des Haushaltsjahres 2026 ein wesentlich höheres Darlehen zum Haushaltsausgleich benötigen wird als die im Bundeshaushalt 2026 veranschlagten 3,971 Milliarden Euro – geschätzte etwa acht bis neun Milliarden Euro.
Im Regierungsentwurf des Bundeshaushalt 2027 sind für „Überjähriges Darlehen an die Bundesagentur für Arbeit“ 5,200 Milliarden Euro veranschlagt – nach einem Ist 2025 in Höhe von 1,437 Milliarden Euro und dem genannten Soll 2026 in Höhe von 3,971 Milliarden Euro. (Drucksache 21/7300 vom 14.08.2026). n



Weitere BIAJ-Informationen zum Thema Finanzierung SGB III siehe hier.
Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis Oktober 2026
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(BIAJ) In den 12 Monaten von November 2025 bis Oktober 2026 wurden von der Bundesagentur für Arbeit (BA) für das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) insgesamt 29,940 Milliarden Euro ausgegeben, 4,138 Milliarden Euro (16,0 Prozent) mehr als in den 12 Monaten ein Jahr zuvor (November 2024 bis Oktober 2025: 25,802 Milliarden Euro). (1) (siehe BIAJ-Abbildung unten)
Im monatlichen Vorjahresvergleich stiegen die Arbeitslosengeldausgaben nach November 2022 in jedem der danach folgenden 47 Monate (Dezember 2022 bis Oktober 2026). In diesen 47 Monaten stieg die 12-Monatssumme der Arbeitslosengeldausgaben um 13,397 Milliarden Euro (81,0 Prozent), von 16,543 Milliarden Euro (Dezember 2021 bis November 2022) auf die oben genannten 29,940 Milliarden Euro (November 2025 bis Oktober 2026).
Die Wachstumsrate (der prozentuale Anstieg) der 12-Monatssumme der Arbeitslosengeldausgaben im Vorjahresvergleich, die bis Ende Dezember 2025 auf 19,4 Prozent stieg, sank 2026 in den ersten zehn Monaten leicht auf die oben genannten 16,0 Prozent. Im BA-Haushalt erwartet wurde für das Haushaltsjahr 2026 ein Sinken der Arbeitslosengeldausgaben um 3,2 Prozent. (siehe unten) (Absolut sank dieser Anstieg der 12-Monatsumme im Vorjahresvergleich nach dem Maximum von Mai 2025 bis April 2026 - +4,388 Milliarden Euro - auf die genannten +4,138 Milliarden Euro von November bis Oktober 2026.)

Weiterlesen: Arbeitslosengeld-Ausgaben 2012 bis Oktober 2026
Arbeitsuchende, Arbeitslose, erwerbsfähige Leistungsberechtigte: Ländervergleich Oktober 2026 (mit bremischen Städten)
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(BIAJ) Oktober 2026 (Stichtag 13.10.) 4,679 Millionen Arbeitsuchende – darunter: 2,955 Millionen registrierte Arbeitslose, der höchste Oktober-Bestand nach Oktober 2010 (Oktober 2010: 2,941 Millionen Arbeitslose). 1,163 Millionen der registrierten Arbeitslosen waren bei den 146 Agenturen für Arbeit und 1,791 Millionen bei den 404 Jobcentern registriert.
44.000 (1,5 Prozent) mehr registrierte Arbeitslose als im Oktober 2025 – 80.000 mehr bei den Agenturen für Arbeit und 36.000 weniger bei den Jobcentern. (siehe Tabellen 1, 2 und 3). (1) 23.000 (1,4 Prozent) mehr arbeitslose Männer, 21.000 (1,6 Prozent) mehr arbeitslose Frauen. (siehe Tabelle 4)
Im Ländervergleich reichten die Veränderungsraten (im Vorjahresvergleich) bei den registrierten Arbeitslosen insgesamt von
-2,7 Prozent im Land Bremen (HB) bis +3,2 Prozent in Sachsen (SN). (Stadt Bremen: -2,5 Prozent; Bremerhaven: -3,2 Prozent; siehe Tabellen 1 und 7)
Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den registrierten arbeitslosen Frauen reichten im Ländervergleich von -2,3 Prozent im Land Bremen (HB) bis +3,5 Prozent in Sachsen (SN) – bei den arbeitslosen Männern von -3,0 Prozent im Land Bremen (HB) bis +3,0 Prozent in Sachsen (SN). (siehe Tabelle 4, Seite 6)
Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den registrierten Arbeitslosen im Alter von unter 25 Jahren reichten im Ländervergleich - bei einem Anstieg um 5,9 Prozent im Bundesgebiet - von -3,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern (MV) bis +11,2 Prozent in Sachsen (SN). (siehe Anhang, Seite 10)
Die Arbeitslosenquoten reichten im Oktober 2026 von 4,0 Prozent in Bayern (BY) bis 11,0 Prozent im Land Bremen (HB). (Frauen: von 3,9 Prozent in BY bis 10,9 Prozent in HB; Männer: von 4,1 Prozent in BY bis 11,1 Prozent in HB). Bundesrepublik Deutschland: 6,3 Prozent (Frauen: 6,0 Prozent; Männer: 6,5 Prozent) (siehe Tabelle 5)
3,659 Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB - SGB II - Hartz IV), 4,5 Prozent (172.000) weniger als im Oktober 2025. Die Veränderungsraten (Vorjahresvergleich) bei den ELB reichten im Ländervergleich von ‑7,2 Prozent in Thüringen (TH) bis -2,5 Prozent in Hamburg (HH). Erinnerung: ELB im Oktober vor 10 Jahren (Oktober 2016) 4,302 Millionen. ELB -Oktober-Maximum: 5,314 Millionen im Oktober 2006.
Zum Länder- und Rechtskreisvergleich (insgesamt, SGB III und SGB II) im Oktober 2026 und Oktober 2025 - Arbeitsuchende (darunter registrierte Arbeitslose, differenziert nach Geschlecht) und erwerbsfähige Leistungsberechtigte - siehe die BIAJ-Kurzmitteilung (PDF) vom 30. Oktober 2026: Download_BIAJ20261030 (zwei Text- und acht Tabellenseiten; bremische Städte auf PDF-Seite 9)
(1) wg. Rundung im Text auf 1.000 können Rundungsdifferenzen bei Summenbildung auftreten