BIAJ-Kurzmitteilung

(BIAJ) Die sogenannte "jährliche Sanktionsverlaufsquote" ist 2018 auf 8,5 Prozent bzw. 9,6 Prozent in der Altersgruppe unter 25 Jahre gestiegen. „Die jährliche Sanktionsverlaufsquote drückt … den Anteil der ELB aus, die in mindestens einem Berichtsmonat des Jahres SGB II-Leistungen bezogen haben und innerhalb dieses Jahres mindestens eine Sanktion hatten." (Statistik der Bundesagentur für Arbeit) Zu den Berechnungsgrundlagen der "jährlichen Sanktionsverlaufsquote" in 2017 und 2018 siehe die folgende Tabelle.
2019 05 14 sanktionsverlaufsquote 2017 2018

"Zum gegenwärtigen Entwicklungsstand liegt die Quote nur auf Bundesebene vor und ist nicht für regionale Einheiten verfügbar." (Statistik der BA)
Wie sich die Zahl neu festgestellten Sanktionen gegen erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) und die Zahl der von diesen neu festgestellten Sanktionen betroffenen ELB absolut und im Verhältnis zum jahresdurchschnittlichen ELB-Bestand in den einzelnen Jobcentern in 2017 und 2018 darstellt, ist der unkommentierten BIAJ-Tabelle vom 14. Mai 2019 (PDF: 11 Seiten) zu entnehmen: Download_BIAJ20190519. Weitere BIAJ-Informationen zum Thema Sanktionen (Hartz IV) hier.


(BIAJ) Ein nach Feststellung des Bundeshaushalts 2018 durch das Haushaltsgesetz 2018 (17. Juli 2018) aktualisierter Blick auf die Entwicklung der inzwischen erfolgten Zuweisungen (Bundesmittel) und Ausgaben (Ist) für "Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II" (SGB II-EGL) der Jobcenter gE ("gemeinsame Einrichtungen" von Bundesagentur für Arbeit und Kommunen) in den Jahren 2012 bis Juli 2018. (BIAJ-Abbildung unten)

(BIAJ) 56,4 Prozent (532.000) der 944.000 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) mit einer "bisherigen Verweildauer im SGB II" (Hartz IV) von zehn Jahren und länger sind Frauen. (Dezember 2015) Die BIAJ-Auswertung der Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur "bisherigen Verweildauer im SGB II" zeigt: Mit längerer „Verweildauer im SGB II“ steigt der Anteil der Frauen. (siehe Seite 1 und 2 im PDF-Download)

Nachrichtlich: Die wachsende absolute und relative Lücke zwischen Regelbedarf (Hartz IV) und Armutsgefährdungsschwelle für Einpersonenhaushalte. Bei einem relativen Abstand des Regelbedarfs von der Armutsgefährdungsschwelle wie 2006 hätte der Regelbedarf bis 2015 rechnerisch auf 436 Euro statt lediglich auf 399 Euro steigen müssen. (siehe Seite 3 im PDF-Download)

Die gesamte BIAJ-Kurzmitteilung vom 05. Oktober 2016 u.a. mit zwei Abbildungen zur "bisherigen Verbleibsdauer im SGB II" (Hartz IV) von Frauen und Männern und einer Abbildung zur Entwicklung der Lücke zwischen „Regelbedarf“ und Armutsgefährdungsschwelle in den Jahren 2006 bis 2015 finden Sie hier: Download (PDF: drei Seiten)


(BIAJ) Wie hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter von unter 18 Jahren (Bevölkerungsstand) und wie die Zahl und der Anteil (Quote) der altersgleichen Bevölkerung in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV) im Verlauf des vergangenen Jahres (von Ende 2014 bis Ende 2015) im Bund und in den Ländern verändert? Bremen und das Saarland ragen heraus! Siehe dazu die einseitige BIAJ-Kurzmitteilung mit Neuberechnungen des BIAJ anlässlich der am 26. August 2016 vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung bis Ende 2015. Die BIAJ-Kurzmitteilung vom 26. August 2016 finden Sie hier: Download (PDF: eine Seite)


(BIAJ) Gegen wie viele erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Arbeitslosengeld II) richteten sich die 35.005 im Jahr 2015 von den Jobcentern in Thüringen neu festgestellten Sanktionen? dpa/Ostthüringen Zeitung: „gut 3900“. Statistik der Bundesagentur für Arbeit: 12.292. Offensichtlich fällt es (nicht nur) dpa (Deutsche Presseagentur) schwer, die Sanktionsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) richtig zu lesen und darüber zu informieren. (Ergänzung vom 19. April 2016: Auszug aus noch unveröffentlichten BIAJ-Materialien zu den Hartz IV-Sanktionen 2014 und 2015 in den Jobcentern in Thüringen: Download)

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