(BIAJ) Der vorläufige Abschluss des Bundeshaushalts 2017 weist einen positiven Finanzierungssaldo von 5,0 Milliarden Euro aus: Den Ausgaben des Bundes (ohne besondere Finanzierungsvorgänge) in Höhe von 325,4 Milliarden Euro standen Einnahmen (ohne Umlaufmünzen und ohne besondere Finanzierungsvorgänge) in Höhe von 330,4 Milliarden Euro gegenüber.
Zu diesem Finanzierungsüberschuss (in finanzstatistischer Abgrenzung) in Höhe von von 5,0 Milliarden Euro in 2017 hat maßgeblich die Europäische Union (EU) beigetragen. Im Bundeshaushalt 2017 waren als negative Einnahmen 21,7 Milliarden Euro für die sogenannten BNE-Eigenmittel der EU („Eigenmittel auf der Grundlage des Bruttonationaleinkommens“) veranschlagt (Soll). Tatsächlich mussten im Haushaltsjahr 2017 lediglich 14,3 Milliarden Euro für die BNE-Eigenmittel der EU abgeführt werden, 7,4 Milliarden Euro weniger als veranschlagt bzw. nahezu 5,7 Milliarden Euro weniger als im Haushaltsjahr 2016.
Zur Entwicklung der von der Bundesrepublik Deutschland abzuführenden BNE-Eigenmittel der EU seit 2007 (Soll und Ist) und den Gründen für diesen „Beitrag der EU zur schwarzen Null 2017" bzw. zum Haushaltsüberschuss in 2017 siehe die unkommentierte BIAJ-Tabelle vom 24. Mai 2018: Download_BIAJ20180524 (PDF: eine Seite DIN A4 quer)
Aktualisierung (22. November 2019 und 31. Januar 2020) der BIAJ-Tabelle vom 20. Oktober 2019: BNE- und Mehrwertsteuer-Eigenmittel der EU von 2005 bis 2018 (Ist) bzw. 2019 (vom AK "Steuerschätzungen" geschätztes Ist) und 2020 (Soll): Download_BIAJ20191020 (PDF: eine Seite DIN A4 quer) und/oder unten - und die BIAJ-Materialien vom 31.01.2020: „Beitrag der EU-28“ zum Überschuss von 13,5 Milliarden Euro im Bundeshaushalt 2019 (hier)
Hinweis vom 15. Mai 2020: Siehe dazu auch die BIAJ-Materialien "EU-Eigenmittel: Abweichungen zwischen den Steuerschätzungen vom Oktober 2019 und Mai 2020" (hier_20200515)

2020 01 31 bundeshaushalt bne eigenmittel eu 2005 2020 biaj tabelle