BAMF-Asylentscheidungen und Asylanträge 2014 bis September 2022
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(BIAJ) Vorbemerkung: Die Entwicklung der „Anerkennungsquote“ und der „Gesamtschutzquote“ driften seit Anfang 2022 immer weiter auseinander. Siehe dazu insbesondere die Abbildung 3 im PDF-Download auf Seite 5 oder unten. n
Von Januar bis September 2022 wurden insgesamt 154.557 Asylanträge gestellt, darunter 134.908 Erstanträge – 34.639 (34,5 Prozent) mehr Erstanträge als von Januar bis September 2021. 19.055 (14,1 Prozent) der 134.908 gestellten Asylerstanträge von Januar bis September 2022 waren Anträge von (für) in der Bundesrepublik Deutschland geborenen Kindern (geborene Kinder) im Alter von unter einem Jahr. (Januar bis September 2021: 19.554 bzw. 19,5 Prozent der Asylerstanträge)
Entschieden wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) von Januar bis September insgesamt 172.314 Asylanträge, darunter 147.141 Erstanträge. 55,7 Prozent (95.949) der 172.314 Entscheidungen von Januar bis September 2022 waren „positive Entscheidungen“, darunter lediglich 31.253 Anerkennungen der Rechtsstellung als Flüchtling gemäß Artikel 16a Grundgesetz (GG) und § 3 Absatz 1 Asylgesetz (AsylG). In den letzten 12 Monaten, von Oktober 2021 bis September 2022, wurden vom BAMF 209.045 Asylanträge entschieden, darunter 176.450 Erstanträge. Von den 209.045 Entscheidungen in den 12 Monaten von Oktober 2021 bis September 2022 waren 53,5 Prozent (111.940) „positive Entscheidungen“, darunter lediglich 39.847 Anerkennungen der Rechtsstellung als Flüchtling.
Die Zahl der anhängigen Verfahren („noch nicht vom Bundesamt entschieden“) betrug Ende September 2022 insgesamt 101.380, 17.133 (20,3 Prozent) mehr als Ende September 2021.
Die gesamten BIAJ-Materialien vom 12. Oktober 2022 mit zwei Tabellen und drei Abbildungen zur Entwicklung (u.a. der "Gesamtschutzquote" und der "Anerkennungsquote") seit 2014: Download_BIAJ20221012 (PDF: fünf Seiten)
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BA-Haushalt 2022: Auf dem Weg zur "schwarzen Null"
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(BIAJ) Im Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (BA) wurden in den letzten vier Monaten, von Juni bis September 2022, mehr Einnahmen als Ausgaben gebucht. Zuvor geschah dies letztmals im Dezember 2019. (BIAJ-Abbildung 1 von 3) Der Jahresfortschrittswert des Finanzierungssaldos, der von Anfang Januar bis Ende Mai 2022 auf 2,229 Milliarden gestiegen war, sank in den folgenden vier Monaten um 1,119 Milliarden Euro auf 1,110 Milliarden Euro. (BIAJ-Abbildung 2 von 3) Die Entwicklung der Einnahmen und der Ausgaben deutet darauf hin, dass das Haushaltsjahr 2022 für die BA nahe der „schwarzen Null“ enden könnte – nach einem Finanzierungsdefizit von 27,3 Milliarden Euro in 2020 und 21,7 Milliarden Euro in 2021. Veranschlagt ist im Haushalt 2022 der BA ein negativer Finanzierungssaldo in Höhe von 1,336 Milliarden Euro. (1), Bremen, 10.08.2022 (Aktualisierung bis Oktober 2022 am 05.11.2022, Text und - in Kürze - BIAJ-Abbildungen 1 und 2 unten)
Aktualisierung: Im Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (BA) wurden in den letzten fünf Monaten, von Juni bis Oktober 2022, mehr Einnahmen als Ausgaben gebucht. Zuvor geschah dies letztmals im Dezember 2019. (BIAJ-Abbildung 1 von 3) Der Jahresfortschrittswert des Finanzierungssaldos, der von Anfang Januar bis Ende Mai 2022 auf 2,229 Milliarden gestiegen war, sank in den folgenden fünf Monaten um 1,477 Milliarden Euro auf 752 Millionen Euro. (BIAJ-Abbildung 2 von 3) Die Entwicklung der Einnahmen und der Ausgaben deutet darauf hin, dass das Haushaltsjahr 2022 für die BA nahe der „schwarzen Null“ enden könnte – nach einem Finanzierungsdefizit von 27,3 Milliarden Euro in 2020 und 21,7 Milliarden Euro in 2021. Veranschlagt ist im Haushalt 2022 der BA ein negativer Finanzierungssaldo in Höhe von 1,336 Milliarden Euro. (1), Bremen, 05.11.2022
Drei am 09.12.2022 aktualisierte BIAJ-Abbildungen (ohne weitere Erläuterungen): Download_BIAJ20221209
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Konjunkturelles Kurzarbeitergeld: Ausgaben 2018 bis September 2022
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(BIAJ) In den ersten neun Monaten 2022 wurden von der Bundesagentur für Arbeit (BA) insgesamt 3,118 Milliarden Euro für „Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit“ ausgegeben, 15,322 Milliarden Euro weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres (Ausgaben Januar bis September 2021: 18,440 Milliarden Euro), aber schon deutlich mehr als die im BA-Haushalt für das gesamte Haushaltsjahr 2022 veranschlagten 2,260 Milliarden Euro.
In den 12 Monaten von Oktober 2021 bis September 2022 wurden von der BA für „Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit“ insgesamt 4,895 Milliarden Euro ausgegeben, davon 3,222 Milliarden Euro für das „konjunkturelle Kurzarbeitergeld“ (Kug) und 1,673 Milliarden Euro für die „SV-Erstattungen Kug und Saison-Kug“.
Im Vergleich zum bisherigen 12-Monats-Maximum – 31,907 Milliarden Euro von Mai 2020 bis April 2021, davon 18,340 Milliarden Euro für das „konjunkturelle Kurzarbeitergeld“ (Kug) und 13,567 Milliarden Euro für die „SV-Erstattungen Kug und Saison-Kug“ – sind die Ausgaben (12-Montssumme) für „Leistungen bei konjunktureller Kurzarbeit“ im Verlauf der letzten 17 Monate um 27,012 Milliarden Euro gesunken. (siehe dazu die BIAJ-Abbildung)

Hinweis zu einigen BA-Informationen zum Kurzarbeitergeld:
1. „Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitnehmer“
2. „Informationen für Unternehmen zum Kurzarbeitergeld“
3. „Corona-Krise: Kurzarbeitergeld für Unternehmen“
Weitere BIAJ-Informationen zum Thema Finanzierung SGB III: hier_sgb3 (SGB II: hier_sgb2)
Erdgasexport aus der Bundesrepublik Deutschland in den diversen amtlichen Gasstatistiken
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(BIAJ) Ein unkommentierter vergleichender Blick auf die amtlichen Energie- und Außenhandelsstatistiken Statistiken zum Erdgasexport aus der Bundesrepublik Deutschland 2022 (Mengen) - mit der Bitte um Beachtung der Hinweise und Anmerkungen in den Fußnoten (06.10.2022; Erdgasexport- und die am 10.09.2022 angefügte Erdgasimport-Tabelle am 14.12.2022 erneut aktualisiert):

Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung: Zu einer doppelten Falschmeldung im Weser-Kurier
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(BIAJ) In der ersten Wochenendausgabe des Weser-Kurier (1./2./3. Oktober 2022) war auf der Seite „Beruf & Karriere“ (Seite 31) fett hervorgehoben zum Ausbildungsberuf Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistung zu lesen: „12.904 Ausbildungsverträge wurden 2021 bundesweit neu abgeschlossen – ein Minus von 20,4 Prozent.“ Die Quelle dieser offensichtlich doppelten Falschmeldung wurde nicht genannt. Eine Mail des BIAJ vom 01.10.2022 an die Redaktion der Verlagssonderseite und die Wirtschaftsredaktion des Weser-Kurier blieb bisher (06.10.2022) unbeantwortet. Siehe dazu die amtlichen Daten in Tabelle 1 (Bundesrepublik Deutschland) und ergänzend Land Bremen in Tabelle 2: BIAJ_20221006 (PDF, 2 Seiten - Auszug unten)